Berlin 1930: Ein Ganove und Komplize einer gewerbsmäßigen Engelmacherin erpresst Frauen, die eine Abtreibung vorgenommen haben. Sie zahlen, weil sie der 218 mit zwei Jahren Zuchthaus bedroht. Auch die Plattenverkäuferin Maria Schwarzkopf hat Angst vor Schwierigkeiten, denn sie hatte die geheime Adresse an Frau Heiduschek weitergegeben. Diese starb bei der Abtreibung. Gerüchten zufolge wurde ihr Mann als Täter verdächtigt und festgenommen. Dieser wird nur zu einer Mindeststrafe verurteilt, weil sich ein kommunistischer Schöffe vor Gericht für ihn eingesetzt hat. Nach dem Prozess wird von diesem Schöffen und einem jungen Arzt eine öffentliche Aktion gegen den Abtreibungsparagraphen gestartet. Viele Frauen - auch Maria Schwarzkopf - beteiligen sich.
Maria scheint Glück zu haben: Sie hat eine Stelle als Schallplattenverkäuferin, und das 1930, im von der Wirtschaftskrise gebeutelten Berlin. Sie ist verliebt und das Leben liegt vor ihr - bis die Vergangenheit sie einholt:
Wie viele schwangere junge Frauen war auch Maria aus Not gezwungen gewesen, zu einer jener Engelmacherinnen zu gehen, die in Hinterhofpraxen illegale Abtreibungen vornehmen. Damit hat sie gegen den Paragraphen 218 verstoßen und sich straffällig gemacht. Nun wird sie erpresst von Kriminellen, die Profit schlagen aus dem Schicksal von Frauen wie ihr. Die Situation spitzt sich zu, als Maria in einen Mordprozess verwickelt wird.
Zu Unrecht verdächtigt wird der Ehemann einer jungen Frau, die bei einer Engelmacherin gestorben ist. Doch gegen den Paragraphen regt sich Widerstand, der immer größere Kreise zieht ...