Zurückgeblieben in Kasachstan

Veränderte Lebenslagen durch den Wegfall sozialer Netzwerke von Russlanddeutschen in Karaganda als Folge der Massenauswanderung nach 1991
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ISBN-13:
9783639041705
Einband:
Paperback
Erscheinungsdatum:
22.10.2013
Seiten:
104
Autor:
Juliane Helbig
Gewicht:
171 g
Format:
220x150x6 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Veränderte gesetzliche Vorgaben zur Zuerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft erschweren bis verhindern die weitere Übersiedlung von Angehörigen der Deutschen Minderheit nach Deutschland. Die Folge ist, dass ein Teil in den Ländern der ehemaligen UdSSR zurückbleibt. Da Russlanddeutsche in der Zeit nach der Oktoberrevolution vor allem in Zentralasien angesiedelt wurden, empfinden sich die Zurückgebliebenen heute bedrängt von einem zunehmenden Nationalismus in diesen nun unabhängigen Staaten. Nicht nur ein Teil der deutschstämmigen Bevölkerung hat Zentralasien bereits seit 1991 verlassen, sondern auch Gruppen anderer Nationalität sind z.B. nach Russland und in die Ukraine ausgewandert. Diese Möglichkeit bleibt den Angehörigen der Deutschen Minderheit versperrt. Besonders arme und ungebildete Russlanddeutsche in Zentralasien sind an den bürokratischen Hürden einer Ausreise nach Deutschland bereits gescheitert. Der Wegfall sozialer Netzwerke als Folge der Massenemigration und dessen Auswirkungen auf die Lebenslage der Zurückgebliebenen ist daher Thema dieser sozialwissenschaftlichen Untersuchung, die im Rahmen einer Diplomarbeit 2005 entstanden ist.