Früher Pluralismus und konservative Kritik. Der radikale Pluralismus Harold J. Laskis

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ISBN-13:
9783638679459
Einband:
Paperback
Erscheinungsdatum:
02.08.2007
Seiten:
32
Autor:
Daniel Schulz
Gewicht:
60 g
Format:
211x146x2 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Universität Leipzig (Institut für Politikwissenschaften), Veranstaltung: Seminar Pluralismus in der BRD/ Organisation gesellschaftlicher Interessen, Sprache: Deutsch, Abstract: ,,My problem [...] is to take away from the state the superior morality with which we have invested its activities and give them back to the individual conscience..."

Dies schrieb Harold Joseph Laski im Sommer 1916 an seinen Freund, den Richter Oliver Wendell Holmes. Der junge Mann sollte zur Armee, hatte aber körperliche Beschwerden und konnte keinen Wehrdienst leisten. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten mit staatlichen Stellen ließen ihn darüber nachdenken, was passiert wäre, wenn er aus Gewissensgründen nicht in den Krieg hätte ziehen wollen. Er sah die Macht, die der Staat über seine Bürger hatte und er zweifelte an ihr. Was gab den Interessen des Staates eine höhere moralische Rechtfertigung als den Interessen des einzelnen Menschen?

Die Menschen, welche am Anfang des 20. Jahrhunderts am Bild eines allumfassenden Staates zweifelten, werden als Pluralisten bezeichnet. Der Politikwissenschaftler, Lehrer und spätere Führer der Labour Party Harold J. Laski war unter ihnen der radikalste. In der vorliegenden Arbeit sollen zunächst zentrale Begriffe seiner Theorien geklärt und darauf aufbauend seine Konzeption eines pluralistischen Staates beleuchtet werden. Da er 1938 die Unhaltbarkeit seiner Thesen eingestand und sich dem Marxismus zuwandte, beschränkt sich diese Arbeit auf sein Wirken bis zu dieser Zeit.
An geeigneten Stellen werden Laskis Gedanken der Kritik des konservativen deutschen Staatsrechtlers Carl Schmitt gegenüber gestellt. Dieser hatte zu Zeiten der Weimarer Republik den Pluralismus Laskis als die pluralistische Konzeption schlechthin dargestellt und diese als staatszersetzend gebrandmarkt.

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