Thomas Mann und der Faschismus

Wahrnehmung - Erkenntnisinteresse - Widerstand
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783487148595
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
01.11.2012
Seiten:
208
Autor:
Lothar Pikulik
Gewicht:
323 g
Format:
212x151x15 mm
Serie:
90, Germanistische Texte und Studien
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Thomas Manns Auseinandersetzung mit dem Faschismus im Allgemeinen und dem Nationalsozialismus im Besonderen beruht sowohl auf zeitgeschichtlicher Erfahrung wie auf psychologisch durchschauender Erkenntnis und führt bei ihm zu entschiedenem Widerstand. Er nimmt frühzeitig wahr, wie die Barbarei der neuen, aber regressiven Bewegung deutsche Kultur und Gesittung verhunzt, erkennt aber andererseits, dass das Unheil in der dezidiert unpolitischen Mentalität und Geistesgeschichte der Deutschen wurzelt. Sich selber zu seinem Deutschtum bekennend, empfindet er sich freilich mitverantwortlich für die nationale Katastrophe. Sein Widerstand erwächst mithin ebenso aus gewissenhafter Selbstprüfung wie aus Abscheu und Hass. Gegen die Identifizierung des Nationalsozialismus mit Deutschland sträubt er sich zunächst, ohne doch zuletzt die Unterscheidung zwischen beiden Seiten aufrechterhalten zu können.
Gegenstand seiner Kritik sind besonders die vielen deutschen Intellektuellen, die der faschistischen Ideologie verfielen und denen er Selbstverrat des Geistes zugunsten eines als rauschhaft verstandenen Lebens vorwirft. Die Gründe hierfür fand er allerdings auch in sich selbst.
Der Studie liegt das Gesamtwerk Thomas Manns zugrunde: erzählende Dichtungen, Essays, Briefe, Tagebücher.