Die höchsten Reichsgerichte als mediales Ereignis

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ISBN-13:
9783486710250
Einband:
Buch
Erscheinungsdatum:
23.05.2012
Seiten:
232
Autor:
Anja Amend-Traut
Gewicht:
412 g
Format:
231x147x15 mm
Serie:
11, Bibliothek Altes Reich
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Als ein innovatives, langfristig angelegtes Forum für Veröffentlichungen zur Geschichte des Alten Reichs möchte die Reihe "bibliothek altes Reich - baR" zur inhaltlichen und methodischen Neuausrichtung der Erforschung des Alten Reichs anregen, die Forschungsdiskussion bündeln und Fachwissen popularisieren. Dabei versteht sie sich als grundsätzlich institutionsunabhängiges Unternehmen.
Rezension"Insgesamt ein hochinteressanter und lesenswerter Tagungsband" Eichsfelder Heimatzeitschrift, Heft 9/2012 "Insgesamt ein hochinteressanter und lesenswerter Tagungsband" Eichsfelder Heimatzeitschrift, Heft 9/2012
Steffen Wunderlich : Höchste Reichsgerichtbarkeit als mediales Ereignis. Einleitung

Andreas Deutsch: Mediale Inszenierung der Höchstgerichte. Das Bild der höchsten Reichsgerichtsbarkeit in Chroniken der Frühneuzeit

Maria von Loewenich: Visualisierung des Reichskammergerichts. Das Beispiel der Audienz

Alexander Denzler: Zwischen Arkanum und Öffentlichkeit: Die Visitation des Reichskammergerichts von 1767 bis 1776

Tobias Branz: Von Religionsfriedenstatbeständen, Landfriedensbruch und Reformationsprozessen am Reichskammergericht

Britta Schneider: Kommunikationsstrategie "in causa der Wasservögel". Die Fugger vor Gericht

Thomas Dorfner : "Es kommt mit einem Reichs=Agenten haubtsächlich darauf an ...". Die Reichshofratsagenten und ihre Bedeutung für die Kommunikation mit dem und über den Reichshofrat (1658-1740)

David Petry: Reichsstädtische Reichshofratsprozesse als mediale Ereignisse


Stefan Andreas Stodolkowitz: Das Oberappellationsgericht Celle als Mittler zwischen Reichsjustiz und territorialer Gerichtsbarkeit


Ignacio Czeguhn: Die Real Chancilleria und Audiencia von Granada - ihre Inszenierung und Bedeutung im 16. Und 17. Jahrhundert

Matthias Bähr: "Aus dem Munde gefallen". Reichskammergerichts-Zeugenverhöre - eine Quellenkritik
Die Frühe Neuzeit zeichnet sich dadurch aus, dass sich gesellschaftliches Leben in symbolischen Akten ereignete. Erst durch konkrete Ereignisse traten das Reich und damit auch die Reichsjustiz in Erscheinung. Voraussetzung war die Vermittlung durch Medien im Sinne von Bild, Schrift und gesprochenem Wort. Der vorliegende Sammelband stellt erstmals dar, wie Gericht- und Rechtsprechung in der Frühen Neuzeit medial vermittelt wurden. Themenschwerpunkte sind u.a. die Visualisierung des Reichskammergerichts am Beispiel der Audienz und das Bild der Höchstgerichtsbarkeit in deutschen Chroniken, aber auch die Funktion und Ausgestaltung des Kommunikationsprozesses zwischen Kläger, Beklagtem und Gericht, u. a. auch am Beispiel der Familie Fugger. Mit Beiträgen von: Matthias Bähr, Tobias Branz, Ignacio Czeguhn, Alexander Denzler, Andreas Deutsch, Thomas Dorfner, Maria von Loewenich, David Petry, Britta Schneider, Stefan Andreas Stodolkowitz, Steffen Wunderlich