Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Eine wissenschaftskritische Einführung
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ISBN-13:
9783409604215
Einband:
Book
Erscheinungsdatum:
01.01.1978
Seiten:
260
Autor:
Jürgen Kromphardt
Gewicht:
446 g
Format:
244x167x17 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

InhaltsangabeHinweise für den Leser.- I: Methoden als Gegenstand der Erkenntnistheorie.- 1. Einführung: Problemaufriß.- 1.1 Aufgaben und Ziele der Methodologie.- 1.2 Wissenschaftlicher Fortschritt.- 1.3 Erkenntnisinteresse.- Literaturempfehlungen zu I. 1.- 2. Erkenntnistheoretische Hauptrichtungen.- 2.0 Vorbemerkungen.- 2.1 Positivismus.- 2.1.1 Der Induktionsschluß.- 2.1.2 Die Wahrscheinlichkeitsaussagen.- 2.2 Kritischer Rationalismus.- 2.2.1 Rationalismus versus Irrationalismus.- 2.2.2 Kritischer Rationalismus versus naiver Rationalismus.- 2.2.3 Kritischer Rationalismus und Konservatismus.- 2.2.4 Das Abgrenzungskriterium "Falsifizierbarkeit".- 2.2.5 Voraussetzungen für die Falsifizierbarkeit empirisch-wissenschaftlicher Aussagen.- 2.2.6 Wissenschaftsprozeß und Bewährungsgrad.- 2.3 Funktionalismus.- 2.4 Hermeneutik.- 2.5 Dialektik.- Literaturempfehlungen zu I. 2.- 3. Werturteile als erkenntnistheoretisches Problem.- 3.1 Einführung in das Problem.- 3.2 Das Wissenschaftsideal der Aufklärung.- 3.3 Die Forderung M. Webers nach werturteilsfreier Wissenschaft.- 3.3.1 Gesellschaft und Wissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts.- 3.3.2 Die Trennung von Feststellungen und Wertungen.- 3.4 Die Ideologiehaftigkeit des Denkens.- 3.5 Die gegenwärtige Werturteilsdiskussion in den Sozialwissenschaften.- 3.5.1 Die Position des Kritischen Rationalismus.- 3.5.2 Die Position der Frankfurter Schule.- 3.6 Schlußfolgerungen.- Literaturempfehlungen zu I. 3.- 4. Konfrontation der Wissenschaftstheorie des Kritischen Rationalismus mit der Wissenschaftspraxis.- 4.1 Das Verhältnis von Wissenschaftstheorie und Wissenschaftspraxis.- 4.2 Kuhns Untersuchung der Wissenschaftspraxis.- 4.2.1 Das "Paradigma" als zentraler Begriff des Kuhnschen Ansatzes.- 4.2.2 Normale Wissenschaft: "Rätsellösen" statt Falsifikationsversuche.- 4.2.3 Das Auftauchen von Anomalien und die Reaktion der normalen Wissenschaft.- 4.2.4 Paradigmawechsel als wissenschaftliche Revolution.- 4.2.5 Paradigmawechsel und wissenschaftlicher Fortschritt.- 4.3 Schlußfolgerungen.- Literaturempfehlungen zu I. 4.- II: Methoden in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.- 1. Methoden zur Gewinnung und Überprüfung von sozialwissenschaftlichen Hypothesen und Theorien.- 1.1 Form, sprachliche Darstellung und logische Überprüfung sozialwissenschaftlicher Aussagen.- 1.1.1 Beschränkung sozialwissenschaftlicher Aussagen auf Wahrscheinlichkeitsaussagen mit räumlich/zeitlicher Begrenzung (Quasi-Gesetze).- 1.1.2 Wortsprachen, Symbolsprachen, Begriffe.- 1.1.3 Mathematik als Mittel der logischen Überprüfung; Gefahren ihrer mißbräuchlichen Verwendung.- 1.2 Wahl der geeigneten Betrachtungsebene.- 1.2.1 Marginalanalyse - Gesamtgrößenanalyse.- 1.2.2 Partialanalyse - Totalanalyse.- 1.2.3 Mikroanalyse - Makroanalyse.- 1.3 Gewinnung von Hypothesen und Theorien durch Typen- und Modellbildung.- 1.3.1 Gedankenexperimente mit Hilfe von Ideal- und Realtypen.- 1.3.2 Die heuristische Funktion von Modellen.- 1.3.3 Aufbau von Modellen.- 1.3.4 Die Lösung von statischen Modellen.- 1.3.5 Dynamische Modelle.- 1.4 Gewinnung von Hypothesen und Theorien durch Beobachtungen der Realität.- 1.4.1 Hindernisse einer unverzerrten Beobachtung der Realität.- 1.4.2 Operationalisierung der Begriffe.- 1.4.3 Beobachtung der Gesamtheit (Totalerhebung) oder einer Stichprobe.- 1.4.4 Erfassungsinstrumente: Fragebogen, Interview, Gruppendiskussion.- 1.4.5 Darstellung der Beobachtungen (Indizes, Verteilungsmaße, Skalierungen).- 1.4.6 Rückschluß von der Stichprobe auf die Gesamtheit.- 1.4.7 Gewinnung von Hypothesen aus den Beobachtungen.- 1.5 Verfahren zur Überprüfung von Hypothesen und Theorien.- 1.5.1 Ceteris-paribus-Klausel und Überprüfung an der Realität.- 1.5.2 Überprüfung anhand statistischer Daten.- 1.5.2.1 Überprüfung anhand statistischer Daten aus demselben Raum-Zeit-Bereich.- 1.5.2.2 Überprüfung durch intertemporalen oder interregionalen Vergleich.- 1.5.3 Prognosen als Mittel zur Überprüfung.- 1.5.4 Überprüfung durch Experimente.- 1.5.5 Zur empirischen Über
Hinweise für den Leser.- I: Methoden als Gegenstand der Erkenntnistheorie.- 1. Einführung: Problemaufriß.- 1.1 Aufgaben und Ziele der Methodologie.- 1.2 Wissenschaftlicher Fortschritt.- 1.3 Erkenntnisinteresse.- Literaturempfehlungen zu I. 1.- 2. Erkenntnistheoretische Hauptrichtungen.- 2.0 Vorbemerkungen.- 2.1 Positivismus.- 2.1.1 Der Induktionsschluß.- 2.1.2 Die Wahrscheinlichkeitsaussagen.- 2.2 Kritischer Rationalismus.- 2.2.1 Rationalismus versus Irrationalismus.- 2.2.2 Kritischer Rationalismus versus naiver Rationalismus.- 2.2.3 Kritischer Rationalismus und Konservatismus.- 2.2.4 Das Abgrenzungskriterium "Falsifizierbarkeit".- 2.2.5 Voraussetzungen für die Falsifizierbarkeit empirisch-wissenschaftlicher Aussagen.- 2.2.6 Wissenschaftsprozeß und Bewährungsgrad.- 2.3 Funktionalismus.- 2.4 Hermeneutik.- 2.5 Dialektik.- Literaturempfehlungen zu I. 2.- 3. Werturteile als erkenntnistheoretisches Problem.- 3.1 Einführung in das Problem.- 3.2 Das Wissenschaftsideal der Aufklärung.- 3.3 Die Forderung M. Webers nach werturteilsfreier Wissenschaft.- 3.3.1 Gesellschaft und Wissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts.- 3.3.2 Die Trennung von Feststellungen und Wertungen.- 3.4 Die Ideologiehaftigkeit des Denkens.- 3.5 Die gegenwärtige Werturteilsdiskussion in den Sozialwissenschaften.- 3.5.1 Die Position des Kritischen Rationalismus.- 3.5.2 Die Position der Frankfurter Schule.- 3.6 Schlußfolgerungen.- Literaturempfehlungen zu I. 3.- 4. Konfrontation der Wissenschaftstheorie des Kritischen Rationalismus mit der Wissenschaftspraxis.- 4.1 Das Verhältnis von Wissenschaftstheorie und Wissenschaftspraxis.- 4.2 Kuhns Untersuchung der Wissenschaftspraxis.- 4.2.1 Das "Paradigma" als zentraler Begriff des Kuhnschen Ansatzes.- 4.2.2 Normale Wissenschaft: "Rätsellösen" statt Falsifikationsversuche.- 4.2.3 Das Auftauchen von Anomalien und die Reaktion der normalen Wissenschaft.- 4.2.4 Paradigmawechsel als wissenschaftliche Revolution.- 4.2.5 Paradigmawechsel und wissenschaftlicher Fortschritt.- 4.3 Schlußfolgerungen.- Literaturempfehlungen zu I. 4.- II: Methoden in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.- 1. Methoden zur Gewinnung und Überprüfung von sozialwissenschaftlichen Hypothesen und Theorien.- 1.1 Form, sprachliche Darstellung und logische Überprüfung sozialwissenschaftlicher Aussagen.- 1.1.1 Beschränkung sozialwissenschaftlicher Aussagen auf Wahrscheinlichkeitsaussagen mit räumlich/zeitlicher Begrenzung (Quasi-Gesetze).- 1.1.2 Wortsprachen, Symbolsprachen, Begriffe.- 1.1.3 Mathematik als Mittel der logischen Überprüfung; Gefahren ihrer mißbräuchlichen Verwendung.- 1.2 Wahl der geeigneten Betrachtungsebene.- 1.2.1 Marginalanalyse - Gesamtgrößenanalyse.- 1.2.2 Partialanalyse - Totalanalyse.- 1.2.3 Mikroanalyse - Makroanalyse.- 1.3 Gewinnung von Hypothesen und Theorien durch Typen- und Modellbildung.- 1.3.1 Gedankenexperimente mit Hilfe von Ideal- und Realtypen.- 1.3.2 Die heuristische Funktion von Modellen.- 1.3.3 Aufbau von Modellen.- 1.3.4 Die Lösung von statischen Modellen.- 1.3.5 Dynamische Modelle.- 1.4 Gewinnung von Hypothesen und Theorien durch Beobachtungen der Realität.- 1.4.1 Hindernisse einer unverzerrten Beobachtung der Realität.- 1.4.2 Operationalisierung der Begriffe.- 1.4.3 Beobachtung der Gesamtheit (Totalerhebung) oder einer Stichprobe.- 1.4.4 Erfassungsinstrumente: Fragebogen, Interview, Gruppendiskussion.- 1.4.5 Darstellung der Beobachtungen (Indizes, Verteilungsmaße, Skalierungen).- 1.4.6 Rückschluß von der Stichprobe auf die Gesamtheit.- 1.4.7 Gewinnung von Hypothesen aus den Beobachtungen.- 1.5 Verfahren zur Überprüfung von Hypothesen und Theorien.- 1.5.1 Ceteris-paribus-Klausel und Überprüfung an der Realität.- 1.5.2 Überprüfung anhand statistischer Daten.- 1.5.2.1 Überprüfung anhand statistischer Daten aus demselben Raum-Zeit-Bereich.- 1.5.2.2 Überprüfung durch intertemporalen oder interregionalen Vergleich.- 1.5.3 Pro
Mit dem vorliegenden Buch wollen wir die Studierenden der Wirtschafts-und Sozial wissenschaften in die methodologischen Grundlagen ihres Fachs einfiihren. Dabei gehen wir davon aus, daB die Wirtschaftswissenschaft zu den Sozialwissenschaften zu rechnen und methodologisch grundsatzlich mit diesen einheitlich zu behandeln ist. Da diese Auffassung nicht von allen okonomischen Fachvertretern geteilt wird, widmen wir uns ausfiihrlich ihrer Darlegung, Konkretisierung und Begriindung und schenken iiberdies den methodologischen Aspekten der Wirtschaftswissenschaft besondere Be achtung. Dariiber hinaus versuchen wir zu zeigen, dag die grundsatzlichen erkenntnistheore tischen Fragen der Wirtschafts-und Sozialwissenschaften zum grogen Teil auch dieje nigen jeder anderen empirischen Wissenschaft sind. Deshalb haben wir unser Buch so angelegt, daB wir yom Allgemeinen zum Besonderen voranschreiten, d. h. von den me thodologischen Problemen, die allen empirischen Wissenschaften gemeinsam sind, zu jenen, die vor allem die Wirtschafts-und Sozialwissenschaften betreffen. Hierdurch soIl den Studierenden der Blick iiber die Grenzen seiner Spezialdisziplin hinaus geoff net werden, er soll sowohl die allgemeinen erkenntnistheoretischen Probleme kennen lernen als auch die besonderen Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften, und er soIl in die Lage versetzt werden, zwischen ihnen Beziige herzustellen. In diesem Sinne werden in Teil I (Methoden als Gegenstand der Erkenntnistheorie) durchweg Fragen behandelt, die von allgemeinem Interesse fUr die Wissenschaft sind. Soweit allerdings die Antworten fiir die Sozialwissenschaften anders ausfallen als fUr die iibrigen Wissenschaften oder spezifische Nuancierungen aufweisen, gehen wir hier auf gesondert ein.