Krankenhausmanagement im Konfliktfeld zwischen medizinischen und wirtschaftlichen Zielen

Eine Studie über Möglichkeiten zur Verbesserung der Strukturorganisation und des Entscheidungsprozesses in Krankenhäusern
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ISBN-13:
9783409314121
Einband:
Book
Erscheinungsdatum:
01.01.1972
Seiten:
112
Autor:
Dietrich Adam
Gewicht:
211 g
Format:
246x172x10 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

I. Generelle Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Wirkungsgrades der Krankenhausführung.- a) Das Erfordernis rationaler Betriebsführung und die drei generellen Gründe einer gegenwärtig geringen Effizienz der Krankenhausführung.- b) Die Zielorientierung des EntScheidungsprozesses als Determinante der Effizienz der Führung.- 1. Das Postulat rationaler Betriebsführung und die Grenzen der Rationalität.- 2. Grundzüge eines Zielsystems für Krankenhäuser.- 3. Identifikation der Entscheidungsträger mit den Zielen des Krankenhauses.- c) Die Strukturorganisation des Krankenhauses als Determinante der Wirtschaftlichkeit.- d) Verbesserung des Informations- und Planungswesens.- e) Die Interdependenzen der drei Ursachen unzureichender Effektivität der Krankenhausführung.- II. Das Zielsystem der Krankenhäuser.- a) Die Bedeutung des Zielsystems für die Unternehmensführung.- b) Möglichkeiten und Grenzen für die Ableitung eines eindeutigen Zielsystems in Krankenhäusern.- c) Die Elemente des Zielsystems der Krankenhäuser.- 1. Die quantitativ optimale Versorgung mit Krankenhausleistungen (Sachziele).- 2. Die qualitativ optimale Versorgung mit Krankenhausleistungen (kategoriale Ziele).- 3. Das ökonomische Prinzip als Element des Zielsystems der Krankenhäuser.- d) Zielkonflikte zwischen den kategorialen und den ökonomischen Zielelementen.- e) Die Ableitung operationaler Unterziele aus dem Zielsystem des Krankenhauses.- III. Konzeption für die Organisation des Entscheidungsfeldes der Krankenhäuser.- a) Grundprinzipien des organisatorischen Aufbaus.- 1. Anforderungen an eine moderne entscheidungsorientierte Organisation.- 2. Die Grundstruktur eines möglichen Organisationsmodells für Krankenhäuser.- b) Die Kompetenzverteilung auf die Organe der Krankenhausführung.- 1. Die Kompetenzen des Krankenhausausschusses.- 1.1 Strategische Mittelentscheidungen.- 1.2 Zielbildungsprozeß.- 1.3 Kontrolle der Geschäftsführung.- 2. Die Kompetenzen des Krankenhausmanagements.- 3. Die Kompetenzen der Betriebsleitung.- c) Die Möglichkeiten zur Verwirklichung des Organisationsmodells.- IV. Diskussion einiger Schwerpunkte der Kostenplanung und Rationalisierung im Krankenhaus.- a) Generelle Ansatzpunkte für eine Rationalisierung im Krankenhaus.- b) Möglichkeiten und Wirkungen von Verweildauerverkürzungen.- 1. Der Einfluß der Verweildauer auf die Kosten und die Personalsituation.- 1.1 Die Kostenfunktion des Krankenhauses bei kurzfristigen Dispositionen (konstante Kapazitäten).- 1.2 Die langfristigen Wirkungen einer sinkenden Verweildauer auf die Kosten und die Personalsituation.- 2. Die Determinanten der Verweildauer und die Möglichkeiten zur Senkung der Verweildauer.- c) Einige grundsätzliche Gedanken zur Verbesserung der Betriebsmittelauslastung im Krankenhaus als Voraussetzung zur Nutzung von Beschäftigungsdegressionen.- 1. Die Bedeutung der Beschäftigungsdegression für die Wirtschaftlichkeit der Krankenhausführung.- 2. Einige Grundgedanken zur Bedeutung der Kooperation der Krankenhäuser eines Versorgungsgebietes für die Kostensituation.- d) Die Bedeutung des Faktors "Arbeit"für die Wirtschaftlichkeit.- 1. Die Kosten- und Produktivitätsentwicklung des Faktors "Arbeit".- 2. Möglichkeiten zur Steigerung der Arbeitsproduktivität im Krankenhaus.- 2.1 Rationalisierungsbereiche und die Grenzen für Aussagen über den Rationalisierungserfolg.- 2.2 Rationalisierungsprinzipien für den Verwaltungs-, Versorgungs- und Pflegebereich.- 2.2.1 Straffung der Arbeitsabläufe mit dem Ziel einer Verringerung unproduktiver Zeiten.- 2.2.2 Faktorsubstitution.- 2.2.3 Arbeitsteilung und Konzentration gleichartiger Verrichtungen.- 2.2.4 Abhebung der Leistungserstellung von der Leistungsverwertung durch Produktion auf Lager.- e) Der Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung als Voraussetzung für tiefgreifende Rationalisierungserfolge im Krankenhaus.- Verzeichnis der Symbole.
Der Entwicklungsstand der Organisation sowie des Informations- und Planungs wesens in den deutschen Krankenanstalten bleibt derzeit weit hinter den Erfor dernissen eines modernen Managements zuruck. Beispielsweise verfugt der groBte Teil der Krankenhauser weder uber eine kaufmannische Buchfiihrung noch uber eine Kostenrechnung im betriebswirtschaftlichen Sinne; vielmehr begnugt man sich selbst in Krankenhausern mit jahrlichen Kostenbudgets von 10 bis 60 Mill. DM mit einem kameralistischen Rechnungswesen und erstellt nur die durch das Preisrecht vorgeschriebenen, wenig aussagekraftigen Selbstkostenblatter zur Berechnung der Pflegesatze. Das Planungswesen der Krankenhauser erstreckt sich in der Regel nur auf eine ein jahrige Ausgaben- und Einnahmenrechnung. Wirtschaftlichkeitsrechnungen fur den Krankenhausbau, die Planung von Versorgungssystemen, das Bestellwesen von Ver sorgungsgutern aller Art wie z. B. Medikamente, medizinische Gerate usw. sind wei testgehend unbekannt. Der geringe Entwicklungsstand des Informations- und Pla nungswesens im Krankenhaus gestattet es nicht, gesicherte Aussagen uber die Kostenwirkungen von Entscheidungen zu Machen. Die Unzulanglichkeiten im 1nformations- und Planungswesen der Krankenhauser sind in erster Linie eine Folge schwerer strukturorganisatorischer Mangel im Kran kenhaus; Symptome fur die Mangel des Entscheidungsprozesses der Krankenhauser sind z. B. die weitgehende wirtschaftliche Abhangigkeit der Krankenhausfuhrung yom Trager, die geringen Entscheidungskompetenzen der Krankenhausleitung, die fehlende Zielformulierung sowie die unzulangliche Ausbildung der Fuhrungskrafte fur die Leitung von Krankenhausern.