Kranke Gesellschaften

Soziales Gleichgewicht und Gesundheit
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ISBN-13:
9783211834817
Einband:
Book
Erscheinungsdatum:
01.03.2001
Seiten:
344
Autor:
Richard G. Wilkinson
Gewicht:
432 g
Format:
216x140x18 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
Warum sind manche der "modernen" Gesellschaften gesünder als andere? Wilkinson zeigt, dass nicht die Länder mit dem höchsten absoluten Einkommen die besten Gesundheitsdaten aufweisen, sondern die mit den geringsten Einkommensunterschieden. Zahlreiche Beispiele verdeutlichen, wie sich soziales Gleichgewicht auf die Lebenserwartung auswirkt. Wilkinson enthüllt das Ungleichgewicht zwischen materiellem Erfolg und sozialem Misserfolg der "modernen" Gesellschaften und richtet sich damit an alle, die sich über die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft Gedanken machen.
1. Einführung: Die Sozialökonomie der Gesundheit.- I: Die Gesundheit von Gesellschaften.- 2. Gesundheit wird zu einer Sozialwissenschaft.- 3. Steigende Lebenserwartung und epidemiologischer Übergang.- II: Gesundheitliche Ungleichheiten innerhalb einzelner Gesellschaften.- 4. Das Problem gesundheitlicher Ungleichheiten.- 5. Einkommensverteilung und Gesundheit.- III: Sozialer Zusammenhalt und sozialer Konflikt.- 6. Eine Kleinstadt in den USA, Großbritannien während des Krieges, Osteuropa und Japan.- 7. Eine Anthropologie des sozialen Zusammenhalts.- 8. Die Symptome des Zerfalls.- IV: Wie die Gesellschaft tötet.- 9. Die psychosozialen Krankheitsursachen.- 10. Paviane, Beamte und die Körpergröße bei Kindern.- V: Umverteilung, Wirtschaftswachstum und Lebensqualität.- 11. Sozialkapital: Versuch einer Synthese.- Bibliographie.- Namenregister.- Abbildungsverzeichnis.
Eswar ein besonderes Privileg fur mieh, in denvergangenen zwanzig [ahren tiber die bestimmenden sozialen und wirtsehaftliehen Fakto ren im Gesundheitswesen arbeiten zu durfen, Angefangen hat alles mit einem Zeitungsartikel, den ieh 1976 naeh Beendigung meiner Magisterarbeit in Form eines offenen Briefes an den damaligen Mi nister fur Gesundheit und Soziales David Ennals in der Labour-Re gierungvon Callaghanrichtete. ' Mitdem Hinweis, dass er alsLabour Minister die damalsbekannten groBten sozialen Klassenuntersehiede in Bezugaufdie Sterbliehkeitverwalte,forderte ieh ihn auf,eine"dring liehe Anfrage" einzubringen. Drei Monate spater, naeh Lekture mei nes Artikels, kundigte er dieEinsetzungeinerArbeitsgruppe des Mi nisteriums unter dem Vorsitz von Sir Douglas Black an. Drei Jahre spater brachte diese den Black-Report mit dem Titel "Inequalitiesin Health "heraus und lautete damit eine neueArazur Erforschungder sozialen Ursachen von Gesundheit und Krankheit in der entwickel ten Welt ein. Sir Douglas Black,ChiefMedical Officer (Anm. d. Obs. : hochster medizinischer Beamter) in David Ennals Ministerium, be sehrieb seinen Minister- mit fur ihn charakteristischenWorten - als "einen Menschen, der versuchte, Gutes zu tun, und alles in allem Erfolg hatte", Die durch diesen Bericht angeregte Forschung verandert seitdem standig das Bild, das wir uns von der Gesellschaft wie auch von der Gesundheit machen. Nach einer Anfangsphase, in der es urn Fragen derGlaubwiirdigkeitdergrundlegenden Zahlen ging,mutetederwis senschaftlicheFortschrittwie ein langer, schwierigerAufstieg an, nun eroffnetsich unsjedochder erste Blickaufdie vorunsliegende Land schaft. Waswirjetztsehenkonnen, istdazubestimmt,die Sozial- und Wirtschaftspolitik- unddamithoffentlichauch die Richtungder so- Vorwort XXII zialen Entwicklung moderner Gesellschaften - zu verandern.