Nicht mit Gewehren, sondern mit Plakaten wurde der Feind geschlagen!

Eine semiotisch-linguistische Analyse der Agitationsplakate der russischen Telegrafenagentur ROSTA
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783039109777
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
03.10.2006
Seiten:
365
Autor:
Renate Kummer
Gewicht:
592 g
Format:
156x212x20 mm
Serie:
76, Slavica Helvetica
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
Exklusives Verkaufsrecht für: Gesamte Welt.
Aus dem Inhalt: Situierung der ROSTA-Fenster im soziokulturellen Kontext - Bildtheorie: Bilder als semiotische Systeme - Syntax der Bilder - Pragmatik des Bildes - Auf dem Weg vom Bild zur Sprache: die Bildsprache - Die Beziehung zwischen Text und Bild - Groznyj smex: eine Korpusanalyse - ROSTA-Fenster als Bild-Text-Kommunikate - ROSTA-Fenster als edukative Propagandaplakate - Allgemeine Darstellungsprinzipien der ROSTA-Fenster - Das propagandistische Universum der ROSTA-Fenster.
Wie können einer überwiegend analphabetischen Bevölkerung neue gesellschaftliche Inhalte und Werte vermittelt werden? In der jungen Sowjetunion (1919-1922) wurden dafür die nach der Russischen Telegrafenagentur ROSTA benannten Agitationsplakate verwendet. Diese in leerstehenden Schaufenstern aufgeklebten Plakate stellten eine Vorwegnahme des Comicgenres mit propagandistischen und aufklärerisch-erzieherischen Inhalten dar. Bunte, prägnante Bilder und kurze, gereimte Texte zogen die Betrachter in ihren Bann und faszinieren auch heute noch.Die kommunikativen Möglichkeiten von ROSTA-Fenstern und ihre Ausdrucksstärke stehen im Zentrum dieser Studie. Welche Informationen können durch sie vermittelt werden? Welche Beziehungen gehen Bild und Text miteinander ein? Welche Vorzüge besitzt das für ROSTA-Fenster typische Zusammenspiel von Bild und Text gegenüber herkömmlichen Wandzeitungen?
Als theoretische Grundlage dient eine umfassende linguistische Analyse des semiotischen Systems Bild und seines Zusammenspiels mit Text. Gezeigt wird, wie linguistische Theorieaspekte aus der modernen Pragmatik, Semantik und Syntax in innovativer Weise auf Bilder übertragen werden können. Dabei erlauben es Untersuchungen zur soziokulturellen Situierung der ROSTA-Fenster, deren Bildsprache und das Zusammenwirken von Bild und Text in einen grösseren Kontext zu stellen und zu werten.